Der Rote Winkel

von Erik Uden

Wir müssen über das umgekehrte rote Dreieck „gleichseitiges rotes Dreieck mit Spitze nach unten” sprechen, vor allem im Bezug auf Erinnerungsarbeit, Aneignung von Symbolen, Antisemitismus und der Hamas.

Der Rote Winkel

Das rote Dreieck, auch „Winkel” genannt, wurde zur Zeit des Nationalsozialismus genutzt um in Konzentrationslagern spezifisch politische Gefangene zu kennzeichnen. Dreiecke anderer Farben hatten eine andere Bedeutung:

    • Dunkelgrün: „Berufsverbrecher”
    • Schwarz: „Asoziale”
    • Braun: „Sinti und Roma”
    • Lila: „Bibelforscher”
    • Pink: „Homosexuelle Männer”

Ein gelber Winkel bedeutete, dass man jüdisch war und ein Buchstabe auf dem Winkel wie z.b. „F” bedeutete, dass man aus Frankreich kam. Der meist genutzte Winkel war der gelbe Doppelwinkel, welcher einen Davidstern Davidstern ergab. Diese Winkel wurden auch kombiniert: War man zum Beispiel jüdisch und aus politischen Gründen gefangen, so wurde ein gelber Winkel in Kombination mit einen roten Winkel genutzt. Dies war neben dem gelben Davidstern die am häufigsten genutzte Markierung. Der rote Winkel wurde also in Konzentrationslagern hauptsächlich von Jüd:Innen getragen, auch wenn Jüd:Innen nicht mit dem roten Winkel markiert wurden weil diese Jüd:Innen waren.

Der Rote Winkel weiterlesen

Offene Diskussion statt Schmutzkampagne

Wir schreiben diesen offenen Brief als aktuelle und ehemalige Redakteure der Zeitschrift „telegraph“, in der Andrej Holm von 1998 bis 2001 mitarbeitete.

Der „telegraph“ ist eine Zeitschrift, die ihren Ursprung in der DDR-Opposition der 1980er Jahre hat. Sie entstand 1989 aus den „Umweltblättern“ und war Teil der basisdemokratischen Friedens-, Umwelt- und Dritte-Welt-Bewegung der DDR. Einige von uns haben die unangenehme „Bekanntschaft“ mit dem Repressionsapparat der DDR gemacht, saßen in Haft.

Trotz dieser Vergangenheit distanzieren wir uns auf das Schärfste von der aktuellen Schmutzkampagne gegen Andrej Holm. Wir haben über lange Jahre mit Andrej zusammengearbeitet. Er ist dabei uns und anderen gegenüber offen mit seiner Biographie umgegangen. Wir wussten, dass er bei der Stasi tätig war. Andrej machte aus dieser Tatsache nie ein Geheimnis, er redete mit jedem darüber, der es wissen wollte, wie es zu dieser Verfehlung kam und was er jetzt darüber denkt. Später, im Zusammenhang mit dem gegen ihn angestrengten Ermittlungsverfahren, machte er seine persönliche Geschichte in einer Tageszeitung öffentlich.

Offene Diskussion statt Schmutzkampagne weiterlesen

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite stimmst Du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich mit diesen einverstanden.

Schließen